Klimaschutz
Die Weiden sind schon fast braun, das Gras dürr – die Kühe müssen im Stall bleiben, es gibt nichts mehr zu fressen für sie. Wie bereits letztes Jahr setzt die Trockenheit und die Hitze der Landwirtschaft stark zu. Zwei Jahre hinter einander. Zufall? Wohl kaum. Der Klimawandel ist überall präsent. Die Schülerinnen und Schüler gehen auf die Strasse und fordern Massnahmen gegen den Klimawandel. Zu Recht, es geht um ihre Zukunft. Die nationale Politik befasst sich mit dem CO2-Gesetz (bis jetzt nicht erfolgreich) und Medienbericht häufen sich.
Im Zentrum steht dabei das Klimaabkommen von Paris, das die Schweiz ratifiziert hat. Es fordert, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2 °C begrenzt werden soll. Dabei müssen die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf netto null gesenkt werden.
Die Grünen waren, sind und bleiben die Klimapartei. Nicht erst seit dem letzten Hitzesommer fordern sie wirksame Massnahmen gegen den Klimawandel. Die Schweiz muss auf eine Versorgung mit erneuerbaren Energien bis spätestens 2050 hinarbeiten und der Reduktion der Treibhausgase oberste Priorität einräumen. Die vom Volk beschlossene Energiestrategie 2030 muss schnell und konsequent umgesetzt werden. Die nötigen Veränderungen ist eine gesellschaftliche und vor allem eine wirtschaftliche Chance. Die Schweiz kann und muss es sich leisten, zu den Klimaschutzpionieren zu gehören.
Mit dem Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle tragen wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz bei, sondern schaffen auch Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Schweiz. Mit Strom aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse können wir den Atomstrom ersetzen – einheimisch, erneuerbar und effizient. Viele Unternehmen aus Industrie und Gewerbe arbeiten bereits an einer nachhaltigen Energiezukunft. Zum Beispiel die Firma Clevergie aus Wyssachen. Solche Unternehmen zeigen, dass die Energiewende auch wirtschaftliche eine grosse Chance ist – lieber investieren wir das Geld in Schweizer KMU statt die Energie teuer im Ausland einzukaufen.